Süßer Tragant (Astragalus glycyphyllos)

Ein Merkmal dieser Art sind die süßlich schmeckenden Blätter

Name

Süßer Tragant (Astragalus glycyphyllos)

Familie

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Merkmale

Der Süße Tragant ist eine kräftige, niederliegende bis aufsteigende Staude, die Wuchslängen von bis zu 100 cm erreichen kann. Die Stängel sind kantig und leicht behaart. Die Blätter sind unpaarig gefiedert und bestehen aus mehreren eiförmigen Fiederblättchen, die einen charakteristisch süßlichen Geschmack aufweisen – daher auch der Beiname Süßholz-Tragant. Die Blüten sind gelblich-weiß bis blassgrün und in dichten, traubigen Blütenständen angeordnet. Die Früchte sind sichelförmig gebogene, längliche Hülsen, die bei Reife bräunlich werden.

Standort und Verbreitung

Astragalus glycyphyllos besiedelt Lichtungen, Waldränder, Hecken-Biotope sowie Ruderalflächen und bevorzugt dabei warme, mäßig trockene bis frische Standorte auf nährstoffreichen, oft kalkhaltigen Böden. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Westasiens verbreitet und in Deutschland weit verbreitet, wenn auch nicht überall häufig. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juli. Die Samenverbreitung erfolgt durch Tiere sowie durch den Wind.

Besonderheiten

Der Süße Tragant ist auch unter den Namen Bärenschote und Süßholz-Tragant bekannt. Die süßlich schmeckenden Blätter sind ein unverwechselbares Erkennungsmerkmal und gaben der Art ihren deutschen wie auch lateinischen Namen – glycyphyllos bedeutet im Griechischen so viel wie süßblättrig. Die Art gilt in Deutschland als ungefährdet. Sie ist nicht zu verwechseln mit echtem Süßholz, das zur Gattung Glycyrrhiza gehört. In der Volksmedizin fand die Pflanze gelegentlich Verwendung, gilt jedoch nicht als bedeutender Heilpflanzenstoff. Für Weidetiere ist sie weitgehend unproblematisch.