Wasserfeder oder Wasserprimel (Hottonia palustris)

Die überwiegend aquatisch lebende Pflanze übersteht auch ein Austrocknen

Name

Wasserfeder oder Wasserprimel (Hottonia palustris)

Familie

Primelgewächse (Primulaceae)

Merkmale

Die Wasserfeder ist eine auffällige Wasserpflanze mit fein gefiederten, kammförmig geteilten Unterwasserblättern, die ihr den Namen Wasserfeder eingetragen haben. Die Blüten sind hellrosa bis weißlich-lila gefärbt, fünfzählig und erscheinen in quirligen Trauben auf aufrechten, aus dem Wasser ragenden Blütenstandsstielen. Der Stängel ist hohl und ermöglicht der Pflanze das Auftreiben im Wasser. Die Blätter sind wechselständig angeordnet und bilden dichte, dekorative Rosetten unter der Wasseroberfläche.

Standort und Verbreitung

Die Wasserfeder besiedelt stehende und sehr langsam fließende Gewässer wie Teiche, Seen, Altarme und Tümpel, bevorzugt mit nährstoffarmem bis mäßig nährstoffreichem, klarem Wasser. Sie wurzelt im schlammigen Untergrund und verträgt vorübergehendes Austrocknen des Gewässers, solange der Boden feucht bleibt. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Westasiens verbreitet, in Deutschland jedoch vielerorts selten geworden. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juli. Die Bestäubung erfolgt überwiegend durch Zweiflügler.

Besonderheiten

Neben der generativen Vermehrung über Samen breitet sich die Wasserfeder vegetativ durch Ausläufer aus, was eine rasche Besiedlung geeigneter Standorte ermöglicht. Die Art gilt in Deutschland als gefährdet und steht auf der Roten Liste, da Gewässerverschmutzung, Eutrophierung und die Zerstörung von Feuchtbiotopen ihre Bestände stark dezimiert haben. In klaren, naturnahen Gewässern kann sie jedoch noch größere Bestände bilden und ist dort ein wertvoller Indikator für gute Wasserqualität. Als Zierpflanze wird sie gelegentlich in Gartenteichen kultiviert.