Fuchs-Segge (Carex vulpina agg.)

Die Fuchs-Segge findet man im Uferbereich von Gewässern oder auf Feuchtwiesen

Name

Fuchs-Segge (Carex vulpina agg.)

Familie

Sauergrasgewächse (Cyperaceae)

Merkmale

Die Fuchs-Segge ist eine kräftige, horstbildende Segge mit aufrechten, dreikantigen Stängeln. Charakteristisch sind die dichten, ährenartigen Fruchtstände, die an einen Fuchsschwanz erinnern und dem deutschen Namen seinen Ursprung geben. Besonders auffällig sind die langen Hochblätter, die deutlich aus dem Fruchtstand herausragen. Die Laubblätter sind breit, flach und hellgrün. Die Früchte sind breit-eiförmige, deutlich gerippte Schläuche mit kurzem, gezähntem Schnabel.

Standort und Verbreitung

Die Fuchs-Segge wächst bevorzugt in Uferbereichen von Gewässern, auf Feuchtwiesen, in Gräben und an nährstoffreichen, wechselfeuchten bis nassen Standorten. Sie ist in weiten Teilen Europas verbreitet, in Deutschland vor allem in Tieflagen anzutreffen. Das abgebildete Exemplar wurde im August 2014 in der Mergelgrube bei Kolenfeld dokumentiert. Die Blütezeit liegt zwischen Mai und Juni, die Fruchtstände sind jedoch bis in den Spätsommer hinein gut erkennbar.

Besonderheiten

Das Carex vulpina-Aggregat umfasst zwei eng verwandte Arten: die Echte Fuchs-Segge und die Hain-Segge. Beide sehen sich sehr ähnlich, was eine sichere Bestimmung im Gelände erschwert. Unterscheidungsmerkmale liegen unter anderem in der Schlauchform, der Nervatur und der Ökologie. Die Echte Fuchs-Segge gilt in Deutschland als gefährdet und ist in vielen Bundesländern auf der Roten Liste verzeichnet, während die Hain-Segge häufiger vorkommt. Beide Arten sind ökologisch wertvoll als Bestandteile von Feuchtbiotopen und bieten Lebensraum für spezialisierte Insekten und Kleintiere.