Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba)

Clematis vitalba ist ein sommergrüner Kletterstrauch

Name

Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba)

Familie

Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

Merkmale

Die Gewöhnliche Waldrebe ist ein sommergrüner Kletterstrauch, der beeindruckend lange Triebe von bis zu 10 Metern ausbilden kann. Die Blätter sind gefiedert und bestehen aus meist fünf eiförmigen bis lanzettlichen Teilblättchen. Zur Kletterhilfe dienen biegsame Blattstiele, die sich um Äste und Zweige der Wirtspflanzen winden. Die Blüten sind cremeweißlich, duftend und erscheinen in dichten Rispen. Im Herbst entstehen charakteristische federige Fruchtstände, die der Pflanze den volkstümlichen Namen Greisbart eingebracht haben.

Standort und Verbreitung

Clematis vitalba bevorzugt lichte Laub- und Auwälder sowie Waldränder, Hecken und Gebüsche auf nährstoffreichen, feuchten bis frischen, meist kalkhaltigen Böden. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet, von der Iberischen Halbinsel bis in den Kaukasus, und kommt auch in Nordafrika vor. In Deutschland ist sie häufig anzutreffen, besonders in wärmebegünstigten Lagen. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September.

Besonderheiten

Alle Pflanzenteile der Gewöhnlichen Waldrebe sind giftig und enthalten das reizende Protoanemonin, das bei Hautkontakt Blasen und Entzündungen verursachen kann. Durch das erhebliche Gewicht der Triebe und den starken Lichtentzug können bewachsene Wirtspflanzen ernsthaft geschädigt oder sogar zum Absterben gebracht werden, weshalb die Art in der Forstwirtschaft mitunter als problematisch gilt. Volksmedizinisch wurde die Pflanze früher trotz ihrer Giftigkeit äußerlich angewendet. Verwechslungen sind mit anderen Waldreben-Arten möglich, etwa der Aufrechten Waldrebe, die jedoch deutlich kleiner bleibt und nicht klettert.