Hain-Veilchen (Viola riviniana)

Das Hain-Veilchen blüht in lichten Laubwäldern

Name

Hain-Veilchen (Viola riviniana)

Familie

Veilchengewächse (Violaceae)

Merkmale

Das Hain-Veilchen ist eine ausdauernde krautige Pflanze mit herzförmigen, leicht gekerbten Blättern. Die Blüten sind typisch veilchenblau bis blauviolett gefärbt und besitzen fünf Kronblätter. Das auffälligste Erkennungsmerkmal ist der weißliche bis cremefarbene Sporn, der die Art klar vom ähnlichen Wald-Veilchen unterscheidet, das einen violetten Sporn aufweist. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 5 bis 20 Zentimetern und bildet rosettenartige Blattrosetten aus.

Standort und Verbreitung

Das Hain-Veilchen wächst bevorzugt in lichten Laubwäldern, an Waldrändern und auf Lichtungen. Es bevorzugt mäßig feuchte, humusreiche und eher saure Böden. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und zählt zu den häufigeren Veilchenarten Mitteleuropas. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni.

Besonderheiten

Das Hain-Veilchen kann sich mit dem Wald-Veilchen kreuzen und dabei lebensfähige Hybriden hervorbringen, die unter dem Namen Viola x bavarica bekannt sind und Merkmale beider Elternarten vereinen. Wie alle heimischen Veilchen ist auch das Hain-Veilchen eine wichtige Nahrungspflanze für die Raupen verschiedener Perlmuttfalter-Arten, die ausschließlich auf Veilchen angewiesen sind. Die Blüten und jungen Blätter sind essbar und wurden früher in der Volksmedizin sowie als Speisezutat verwendet. Die Pflanze ist nicht gefährdet und gilt in Mitteleuropa als ungefährdet.