Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)

Ranunculus ficaria ist ein charakteristischer Frühblüher

Name

Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)

Familie

Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

Merkmale

Das Scharbockskraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit glänzend grünen, herzförmigen bis nierenförmigen Blättern, die oft silbrig gemustert sind. Die auffälligen Blüten leuchten intensiv goldgelb und bestehen meist aus acht bis zwölf schmalen, glänzenden Blütenblättern. Die Pflanze wächst niedrig und bildet dichte, flächige Polster. Charakteristisch sind die kleinen knollenartigen Wurzelknöllchen, die der Pflanze auch den Namen Feigwurz eingebracht haben.

Standort und Verbreitung

Das Scharbockskraut bevorzugt nährstoffreiche, feuchte bis wechselfeuchte Böden und ist typisch für Laubwälder, Auwälder, Hecken-Biotope sowie feuchte Wiesen und Bachufer. Unter günstigen Bedingungen bildet es ausgedehnte, flächendeckende Bestände. Die Art ist in ganz Europa weit verbreitet und in Mitteleuropa häufig anzutreffen. Als echter Frühblüher erscheint das Scharbockskraut bereits ab März und blüht bis in den Mai hinein, bevor es mit dem Laubaustrieb der Bäume wieder einzieht.

Besonderheiten

Der deutsche Name Scharbockskraut verweist auf eine historische Verwendung: Die vitamin-C-reichen Blätter wurden früher gegen Skorbut (niederdeutsch Scharbock) eingesetzt. Junge Blätter sind roh essbar und schmecken leicht scharf. Ältere Pflanzenteile sowie die Wurzelknöllchen enthalten jedoch den giftigen Stoff Protoanemonin und sollten nicht verzehrt werden. Verwechslungen sind möglich mit dem Huflattich oder anderen Frühblühern, doch die glänzend gelben Blüten und die charakteristischen herzförmigen Blätter machen das Scharbockskraut gut erkennbar. In Gärten kann die Art durch ihre Ausläufer und Brutknöllchen invasiv auftreten.