Rote Lichtnelke (Silene dioica)

Die Rote Lichtnelke (Silene dioica) wächst in Bruch- oder Auwäldern

Name

Rote Lichtnelke (Silene dioica)

Familie

Nelkengewächse (Caryophyllaceae)

Merkmale

Die Rote Lichtnelke erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 90 cm und wächst aufrecht mit behaarten Stängeln. Die Blüten sind leuchtend rosa bis tiefrot gefärbt und besitzen fünf tief eingeschnittene Kronblätter, die ihr ein charakteristisches, gezacktes Erscheinungsbild verleihen. Als zweihäusige Art trägt jede Pflanze entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten. Die Laubblätter sind eiförmig bis lanzettlich, leicht behaart und gegenständig angeordnet.

Standort und Verbreitung

Die Rote Lichtnelke bevorzugt feuchte bis frische, nährstoffreiche Standorte. Sie wächst typischerweise in Bruch- und Auwäldern, an Wegrändern sowie auf Feuchtwiesen und Waldlichtungen. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und in Deutschland nahezu flächendeckend anzutreffen. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Oktober, womit sie zu den ausdauernd blühenden Wildpflanzen zählt. Die Bestäubung erfolgt überwiegend durch Tagfalter, die von den auffälligen Blüten angelockt werden. Die Samenverbreitung geschieht durch Wind sowie durch Wasser.

Besonderheiten

Die Rote Lichtnelke ist eine wichtige Nektarpflanze für verschiedene Schmetterlingsarten und trägt damit zur Förderung der Insektenvielfalt bei. Verwechslungen sind möglich mit der Weißen Lichtnelke, die ähnliche Standorte besiedelt, jedoch weiße Blüten trägt. Beide Arten können natürliche Hybriden bilden. Die Pflanze gilt in Deutschland als ungefährdet. In der Volksmedizin fand sie gelegentlich Verwendung, besitzt jedoch keine nennenswerte medizinische Bedeutung. Giftig ist sie nicht.