Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)

Das Drüsige Springkraut ist ein invasiver Neophyt

Name

Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)

Familie

Balsaminengewächse (Balsaminaceae)

Merkmale

Das Drüsige Springkraut ist eine einjährige Pflanze, die beeindruckende Wuchshöhen von bis zu zwei Metern erreichen kann. Der Stängel ist hohl, saftig und rötlich überlaufen. Die Blätter sind länglich-lanzettlich, gezähnt und gegenständig oder quirlförmig angeordnet. Am Blattgrund befinden sich charakteristische Drüsen, die der Pflanze ihren Namen geben. Die Blüten erscheinen in Trauben und sind rosa bis purpurfarben, selten weiß, mit einem gekrümmten Sporn. Die reifen Samenkapseln schleudern bei Berührung ihre Samen explosionsartig aus – daher der Name Springkraut.

Standort und Verbreitung

Das Drüsige Springkraut bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Standorte wie Auwälder, Uferstreifen von Bächen und Flüssen sowie Gräben und Waldränder. Ursprünglich stammt die Art aus dem Himalaya-Gebiet und wurde im 19. Jahrhundert nach Europa eingeführt. Heute ist sie in weiten Teilen Mittel- und Nordeuropas flächendeckend verbreitet und gilt als invasiver Neophyt. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Oktober.

Besonderheiten

Als invasiver Neophyt verdrängt das Drüsige Springkraut heimische Ufervegetation und verändert Lebensräume nachhaltig. Eine einzelne Pflanze kann mehrere hundert Samen produzieren, die durch den Schleudermechanismus der Kapseln weit verbreitet werden. Trotz seiner ökologischen Problematik ist die Pflanze bei Bienen und Hummeln als Nektarquelle sehr beliebt. In der Naturheilkunde findet sie Verwendung in der Bachblüten-Therapie. Verwechslungen sind mit anderen Springkraut-Arten möglich, etwa dem Kleinen oder Rühr-mich-nicht-an-Springkraut, das jedoch deutlich kleiner und gelbblütig ist.