Schönes Johanniskraut (Hypericum pulchrum)

Hypericum pulchrum wächst auf sauren Böden in Laub- oder Mischwäldern

Name

Schönes Johanniskraut (Hypericum pulchrum)

Familie

Johanniskrautgewächse (Hypericaceae)

Merkmale

Das Schöne Johanniskraut ist eine aufrecht wachsende, mehrjährige Pflanze mit schlanken, runden Stängeln. Die Blüten sind leuchtend gelb und zeigen an den Kelchblättern einen charakteristischen schwarzdrüsigen Punktbesatz an den Rändern – ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Auch die Blütenblätter können schwarze Drüsenpunkte aufweisen. Die Laubblätter sind eiförmig bis herzförmig, sitzend und dem Stängel anliegend. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 20 bis 60 Zentimetern.

Standort und Verbreitung

Die Art bevorzugt saure, nährstoffarme Böden in Laub- und Mischwäldern sowie an Waldrändern und in Heiden. Sie gedeiht besonders gut in lichten, halbschattigen Lagen. Verbreitet ist sie in weiten Teilen Europas, darunter in Mittel- und Westeuropa sowie auf den Britischen Inseln. In Deutschland kommt sie vor allem in atlantisch geprägten Regionen vor. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September.

Besonderheiten

Das Schöne Johanniskraut wird gelegentlich mit anderen Johanniskraut-Arten verwechselt, lässt sich jedoch durch die schwarzdrüsig punktierten Kelchblattränder zuverlässig unterscheiden. Die Samen werden durch den Wind verbreitet, was eine effektive Ausbreitung über größere Flächen ermöglicht. Wie andere Johanniskräuter enthält auch diese Art Hypericin und weitere Inhaltsstoffe, medizinisch genutzt wird jedoch vor allem das Echte Johanniskraut. In der Roten Liste gilt Hypericum pulchrum in einigen deutschen Bundesländern als gefährdet, da geeignete, lichte Waldstandorte durch Nutzungsänderungen seltener werden.