Knoten-Braunwurz (Scrophularia nodosa)
Name
Knoten-Braunwurz (Scrophularia nodosa)
Familie
Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae)
Merkmale
Die Knoten-Braunwurz ist eine ausdauernde Staude, die Wuchshöhen von 40 bis 120 Zentimetern erreicht. Der Stängel ist charakteristisch vierkantig und unverzweigt. Namensgebend sind die knollig verdickten, knotenartigen Wurzelstöcke, die der Pflanze ihr botanisches Artepitheton nodosa verleihen. Die gegenständigen Blätter sind eiförmig bis herzförmig, scharf gesägt und zugespitzt. Die kleinen, zweilippigen Blüten sind dunkelrotbraun bis grünlich gefärbt und in rispigen Blütenständen angeordnet.
Standort und Verbreitung
Die Knoten-Braunwurz bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Standorte in lichten Wäldern, Gebüschen und Uferbereichen von Bächen und Flüssen. Sie gedeiht gut im Halbschatten und ist auf frischen bis feuchten, humosen Böden anzutreffen. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet und in Deutschland nahezu flächendeckend heimisch. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Juli, die Pflanze ist insgesamt von Juni bis September anzutreffen.
Besonderheiten
Die Bestäubung erfolgt vorwiegend durch Hautflügler wie Wespen und Bienen, wobei auch Selbstbestäubung möglich ist. Neben der Samenverbreitung vermehrt sich die Pflanze vegetativ über unterirdische Ausläufer. Alle Pflanzenteile gelten als schwach giftig und sollten nicht verzehrt werden. In der Volksmedizin wurde die Knoten-Braunwurz früher äußerlich bei Hauterkrankungen und Geschwüren eingesetzt. Eine Verwechslung ist mit der Wasser-Braunwurz möglich, die jedoch noch stärker an Gewässer gebunden ist und sich durch etwas abweichende Blattform unterscheidet.