Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum)
Name
Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum)
Familie
Campanulaceae (Glockenblumengewächse)
Merkmale
Die Ährige Teufelskralle ist eine ausdauernde Staude, die Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimetern erreicht. Charakteristisch sind die länglichen, ährenförmigen Blütenstände, die zunächst gelblich-weiß bis cremeweiß erscheinen. Die Einzelblüten sind zunächst zu einem gebogenen Röhrchen verwachsen und öffnen sich später mit zurückgebogenen Kronblättern. Die grundständigen Blätter sind herzförmig bis eiförmig, gesägt und langgestielt, die Stängelblätter werden nach oben hin schmaler und kürzer. Der Wurzelstock ist fleischig und rübenartig verdickt.
Standort und Verbreitung
Die Ährige Teufelskralle bevorzugt frische, nährstoffreiche Laub- und Mischwälder, oft in Buchenwäldern auf lehmigen bis tonigen Böden. Sie gedeiht bevorzugt in halbschattigen Lagen und meidet trockene oder stark verdichtete Standorte. In Deutschland ist sie weit verbreitet und kommt sowohl im Tiefland als auch in den Mittelgebirgen vor. In Niedersachsen ist sie ebenfalls außerhalb der Mittelgebirge nachgewiesen. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis August.
Besonderheiten
Sowohl die jungen Blätter als auch die fleischigen Wurzelstöcke der Ährigen Teufelskralle sind essbar und werden als Wildgemüse genutzt, weshalb die Art volkstümlich auch Waldspinat genannt wird. Die Blätter können ähnlich wie Spinat zubereitet werden, die Wurzeln lassen sich kochen oder rösten. Die Art gilt in einigen Regionen Deutschlands als gefährdet und steht regional unter Schutz, weshalb beim Sammeln Zurückhaltung geboten ist. Verwechslungen sind mit der Kugeligen Teufelskralle möglich, die jedoch rundliche statt ährenförmige Blütenstände aufweist.