Brauner Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
Name
Brauner Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
Familie
Streifenfarngewächse (Aspleniaceae)
Merkmale
Der Braune Streifenfarn bildet rosettenartige, immergrüne Wedel, die meist 5 bis 20 Zentimeter lang werden. Charakteristisch ist die dunkelbraune bis schwarze, glänzende Mittelrippe (Rachis), von der beiderseits kleine, rundlich-ovale, dunkelgrüne Fiederblättchen abgehen. Diese Fiederchen sind gegenständig bis wechselständig angeordnet und haben einen leicht gekerbten Rand. Die Sporangien sitzen in länglichen Sori auf der Blattunterseite und sind von einem häutigen Schleier (Indusium) bedeckt. Für die Art werden mehrere Unterarten beschrieben, die sich unter anderem in der Chromosomenzahl und in ökologischen Ansprüchen unterscheiden.
Standort und Verbreitung
Der Braune Streifenfarn wächst bevorzugt in Spalten und Ritzen von Felsen sowie in Mauerfugen, wo er auch kalkhaltige Substrate gut verträgt. Er besiedelt schattige bis halbschattige, feuchte Standorte und ist in Europa weit verbreitet, kommt aber auch in Teilen Asiens, Nordamerikas und anderer gemäßigter Zonen vor. In Deutschland findet man ihn häufig in Mittelgebirgslagen, so etwa im Ith in Niedersachsen. Die Sporenreife erfolgt von Juli bis August.
Besonderheiten
Der Braune Streifenfarn ist auch unter dem volkstümlichen Namen Steinfeder bekannt. Er gilt als anpassungsfähige und robuste Art, die selbst unwirtliche Standorte wie alte Mauern und trockene Felsspalten besiedeln kann. Verwechslungen sind möglich mit dem Grünen Streifenfarn, der eine grüne statt braune Mittelrippe aufweist. In der Volksmedizin wurde die Art früher gelegentlich als Heilpflanze verwendet, etwa bei Husten und Haarausfall, wenngleich diese Anwendungen heute keine Bedeutung mehr haben. Die Art gilt in Deutschland als ungefährdet.