Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum)

Leucojum vernum findet man in feuchten Laub- oder Auwäldern

Name

Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum)

Familie

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Merkmale

Die Frühlingsknotenblume ist eine ausdauernde Zwiebelpflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern erreicht. Ihre glänzend dunkelgrünen, linealen Laubblätter erscheinen gleichzeitig mit den Blüten. Die nickenden, glockenförmigen Blüten sind reinweiß und tragen an den sechs gleich langen Blütenhüllblättern charakteristische gelblich-grüne oder gelbliche Flecken an den Spitzen. In der Regel trägt jeder Stängel nur eine einzige Blüte, seltener zwei. Die Art bildet unterirdische Zwiebeln als Überdauerungsorgane.

Standort und Verbreitung

Die Frühlingsknotenblume wächst bevorzugt in feuchten Laub- und Auwäldern sowie seltener auf Feuchtwiesen. Sie bevorzugt nährstoffreiche, mäßig feuchte bis feuchte Böden und kommt besonders auf kalk- oder basenreichen Standorten vor. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt in Mittel- und Südosteuropa; in Deutschland kommt sie vor allem in bestimmten Regionen vor. Die Blütezeit erstreckt sich je nach Witterung meist von Februar bis April, womit sie zu den früh blühenden Geophyten zählt.

Besonderheiten

Die Frühlingsknotenblume ist in allen Teilen giftig. Sie enthält Alkaloide wie Lycorin, die bei Verzehr zu Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufproblemen führen können. Verwechslungen sind vor allem mit dem Schneeglöckchen möglich, das jedoch kleinere Blüten mit ungleich langen Blütenhüllblättern besitzt. In Deutschland steht die Frühlingsknotenblume unter Naturschutz und darf nicht gepflückt oder ausgegraben werden. Aufgrund von Lebensraumverlust durch Entwässerung und Waldumwandlung gilt sie in einigen Bundesländern als gefährdet.