Gundermann (Glechoma hederacea)

Glechoma hederacea wächst an Waldrändern oder im Hecken-Biotop

Name

Gundermann (Glechoma hederacea)

Familie

Lippenblütler (Lamiaceae)

Merkmale

Der Gundermann ist eine ausdauernde, kriechende Pflanze, die lange, oberirdische Ausläufer bildet und so dichte Teppiche formt. Die Blätter sind nierenförmig bis rundlich, gekerbt und gegenständig angeordnet. Bei Berührung verströmen sie einen charakteristischen, würzigen Duft. Die Blüten erscheinen einzeln bis zu mehreren in den Blattachseln und sind violett bis blauviolett gefärbt, typisch zweilippig wie bei den Lippenblütlern. Die gesamte Pflanze ist mehr oder weniger behaart.

Standort und Verbreitung

Glechoma hederacea wächst bevorzugt an Waldrändern, in Hecken-Biotopen, in lichten Wäldern sowie auf Brachflächen und Wiesen. Die Art bevorzugt nährstoffreiche, feuchte bis mäßig trockene Böden und ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. In Deutschland zählt sie zu den häufigen Wildpflanzen und ist nahezu flächendeckend anzutreffen. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis Juni, wobei der Höhepunkt meist im April und Mai liegt.

Besonderheiten

Der Gundermann, auch Gundelrebe genannt, hat eine lange Tradition in der Naturheilkunde. Er wird bei schlecht heilenden Wunden sowie bei Erkältungskrankheiten eingesetzt und enthält ätherische Öle, Gerbstoffe und Bitterstoffe. Früher fand er auch in der Küche Verwendung, etwa in Suppen oder Salaten. Die Pflanze gilt als ungiftig und ist für Menschen gut verträglich. Verwechslungen sind gelegentlich mit ähnlichen kriechenden Lippenblütlern möglich, jedoch ist der typische Geruch der Blätter ein zuverlässiges Erkennungsmerkmal.