Gold-Taubnessel (Galeobdolon luteum)

Galeobdolon luteum ist eine ausläuferbildende Pflanze die in Wäldern wächst

Name

Gold-Taubnessel (Galeobdolon luteum)

Familie

Lamiaceae (Lippenblütler)

Merkmale

Die Gold-Taubnessel ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die auffällige, leuchtend gelbe Lippenblüten trägt – ein Merkmal, das sie deutlich von anderen Taubnesseln unterscheidet. Die Blätter sind eiförmig bis herzförmig, gekerbt und oft mit silbrig-weißen Flecken gemustert, besonders bei manchen Unterarten. Die Pflanze bildet lange, kriechende Ausläufer, mit denen sie sich vegetativ ausbreitet und dichte Bodenteppiche bilden kann. Der Stängel ist vierkantig, typisch für die Familie der Lippenblütler.

Standort und Verbreitung

Die Gold-Taubnessel wächst bevorzugt in schattigen bis halbschattigen Laubwäldern, Auwäldern und Gebüschen auf nährstoffreichen, feuchten und kalkhaltigen Böden. Sie ist ein klassischer Waldbodenzeiger und kommt häufig in Buchenwäldern und Hangwäldern vor. Verbreitet ist sie in weiten Teilen Europas, von Westeuropa bis in den Kaukasus. In Deutschland ist sie weit verbreitet und vielerorts häufig anzutreffen. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni.

Besonderheiten

Die Art ist taxonomisch komplex und wird je nach Autor in mehrere Unterarten oder sogar eigenständige Arten aufgeteilt, was zu unterschiedlichen Einordnungen in der botanischen Literatur führt. Besonders bekannt ist eine Unterart mit stark silbrig gemusterten Blättern, die häufig als Bodendecker in Gärten kultiviert wird und sich dort mitunter invasiv ausbreiten kann. Die Gold-Taubnessel gilt als nicht giftig und wurde in der Volksmedizin gelegentlich bei Wunden und Hauterkrankungen eingesetzt. Als Verwechslungsart kommen andere Taubnesseln in Betracht, die jedoch keine gelben, sondern weiße oder rosafarbene Blüten tragen und sich damit gut unterscheiden lassen.