Einbeere (Paris quadrifolia)

Paris quadrifolia wächst in nährstoffreichen Laub- oder Mischwäldern

Name

Einbeere (Paris quadrifolia)

Familie

Germergewächse (Melanthiaceae)

Merkmale

Die Einbeere ist eine ausdauernde Staude, die meist 15 bis 30 Zentimeter hoch wird. Ihr auffälligstes Merkmal ist der Quirl aus typischerweise vier breit-eiförmigen Blättern, die kreuzförmig um den Stängel angeordnet sind. Aus der Blattmitte erhebt sich eine einzelne, unscheinbare Blüte mit schmalen, gelblich-grünen Blütenblättern. Nach der Blüte entwickelt sich eine einzelne, erbsengroße, blauschwarze Beere, die der Pflanze ihren Namen gibt. Die Wurzel ist ein kriechender, waagerechter Wurzelstock.

Standort und Verbreitung

Die Einbeere bevorzugt nährstoffreiche, feuchte und schattige Laub- oder Mischwälder, häufig in Buchen- und Eschenwäldern auf kalkhaltigen, humusreichen Böden. Sie ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet, in Deutschland jedoch vielerorts selten geworden. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juni, die Früchte reifen anschließend von Juli bis September.

Besonderheiten

Die Einbeere ist eine stark giftige Pflanze – alle Teile, besonders aber die auffällige schwarzblaue Beere, enthalten toxische Saponine und Alkaloide. Trotz ihrer Giftigkeit wurde die Pflanze in der Volksmedizin und zur Herstellung von Desinfektionsmitteln genutzt. Sie ist unter zahlreichen volkstümlichen Namen bekannt, darunter Christuskreuz, Krähenauge, Fuchsauge und Teufelsbeere. Verwechslungen mit essbaren Waldbeeren sind gefährlich und können zu ernsthaften Vergiftungen führen. In vielen Regionen gilt die Einbeere heute als gefährdet und steht unter Naturschutz.