Dornige Hauhechel (Ononis spinosa)

Die Dornige Hauhechel bevorzugt kalkhaltige Böden

Name

Dornige Hauhechel, Eindorn (Ononis spinosa)

Familie

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Merkmale

Die Dornige Hauhechel ist ein halbstrauchiger, ausdauernder Halbstrauch, der Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern erreicht. Charakteristisch sind die kräftigen, paarigen Dornen an den verholzenden Stängeln, die der Pflanze ihren Namen geben. Die Blätter sind dreiteilig gefiedert, die Blättchen oval bis länglich und fein gesägt. Die Blüten sind typisch schmetterlingsförmig und leuchtend rosa bis purpurfarben, gelegentlich auch weiß. Die Wurzeln sind tief reichend, kräftig und holzig.

Standort und Verbreitung

Die Dornige Hauhechel wächst bevorzugt auf nährstoffarmen, trockenen bis mäßig frischen Wiesen, Böschungen, Wegrändern und Magerrasen. Sie bevorzugt kalkhaltige, lehmige oder tonige Böden und meidet staunasse Standorte. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet, von der Mittelmeerregion bis nach Mittel- und Nordeuropa, und kommt auch in Teilen Westasiens vor. In Deutschland ist sie vor allem in wärmebegünstigten Lagen anzutreffen. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September.

Besonderheiten

Die Dornige Hauhechel besitzt eine lange Tradition als Heilpflanze. Die getrockneten Wurzeln werden in der Volksmedizin und Phytotherapie bei Nierenerkrankungen eingesetzt, da ihnen eine harntreibende Wirkung zugeschrieben wird. Zubereitungen aus der Wurzel gelten als durchspülende Mittel bei Harnwegsinfekten und Nierengrieß. Verwechslungen sind möglich mit der Kriechenden Hauhechel, einer ähnlichen Art ohne ausgeprägte Dornen. Die Pflanze ist zudem ökologisch wertvoll, da ihre Blüten besonders von Hummeln und Wildbienen besucht werden. In manchen Regionen gilt sie als Zeigerpflanze für extensiv genutzte, artenreiche Magerstandorte.