Hasen-Klee (Trifolium arvense)
Name
Hasen-Klee (Trifolium arvense)
Familie
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Merkmale
Der Hasen-Klee ist eine einjährige bis zweijährige Pflanze, die meist 10 bis 30 Zentimeter hoch wird. Charakteristisch sind die dicht behaarten, weich-zottigen Blütenköpfchen, die dem Fell eines Hasen ähneln und der Pflanze ihren deutschen Namen gaben. Die Köpfchen sind länglich-walzenförmig und erscheinen in einem blassrosa bis weißlichen Ton. Die Blätter sind dreizählig gefiedert mit schmalen, länglichen Blättchen. Der gesamte Stängel ist graugrün und fein behaart, was der Pflanze ein samtiges Erscheinungsbild verleiht.
Standort und Verbreitung
Trifolium arvense besiedelt bevorzugt magere, trockene und nährstoffarme Standorte. Er wächst auf Magerrasen, an Sandwegen, auf steinigem Untergrund sowie auf Ackerbrachen und sandigen Böden. Die Art ist in weiten Teilen Europas, Westasiens und Nordafrikas verbreitet und in Deutschland weit verbreitet, jedoch durch Intensivierung der Landwirtschaft stellenweise seltener geworden. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September, gelegentlich auch bis in den Oktober hinein.
Besonderheiten
In der Naturheilkunde fand der Hasen-Klee traditionell Verwendung bei Husten und Durchfall, wobei die Anwendung heute kaum noch verbreitet ist. Auffällig ist der ausgeprägt bittere Geschmack der Pflanze, weshalb Weidevieh sie konsequent meidet und sie auf beweideten Flächen oft stehen bleibt. Verwechslungen sind mit anderen Kleearten möglich, etwa dem Wiesenrot-Klee oder dem Weißklee, doch unterscheidet sich der Hasen-Klee durch seine unverwechselbar zottigen, länglichen Blütenköpfchen deutlich von diesen. Als Zeigerpflanze weist er auf magere, sandige und oft gestörte Böden hin und ist damit ein wertvoller Indikator für naturschutzfachlich interessante Magerstandorte.