Ufer-Segge (Carex cf. riparia)

Die Ufer-Segge wächst auf nassen Wiesen oder in Gräben

Name

Ufer-Segge (Carex riparia)

Familie

Sauergrasgewächse (Cyperaceae)

Merkmale

Die Ufer-Segge ist eine kräftige, hochwüchsige Segge und kann Wuchshöhen von bis zu 1,20 Metern erreichen. Der Stängel ist scharf dreikantig und rau. Die Blätter sind breit, graugrün und können ebenfalls beachtliche Längen erreichen. Die Blütenstände bestehen aus mehreren ährenartigen Ähren – die männlichen Ähren sitzen oben, die weiblichen darunter. Die Früchte sind eiförmige, grünliche bis bräunliche Schläuche.

Standort und Verbreitung

Die Ufer-Segge besiedelt feuchte bis nasse Standorte wie Ufer von Seen, Flüssen und Bächen, nasse Wiesen, Röhrichte sowie Gräben. Sie bevorzugt nährstoffreiche, tonige oder schlammige Böden und ist in weiten Teilen Europas verbreitet, darunter Mittel-, West- und Osteuropa. In Deutschland kommt sie verbreitet, regional jedoch ungleichmäßig vor. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juni.

Besonderheiten

Neben der Samenverbreitung vermehrt sich die Ufer-Segge sehr effektiv vegetativ über lange unterirdische Ausläufer, mit denen sie unter günstigen Bedingungen dichte, ausgedehnte Bestände aufbauen kann. Sie ist eine wichtige Pflanze für Feuchtbiotope und bietet Lebensraum sowie Nahrung für verschiedene Insekten und Vögel. Verwechslungen sind mit ähnlichen großwüchsigen Seggen möglich, etwa der Steif-Segge oder der Blasen-Segge, die ebenfalls feuchte Standorte besiedeln. Die Ufer-Segge gilt in manchen Regionen als Zeigerpflanze für naturnahe, ungestörte Gewässerufer und ist ökologisch wertvoll für den Uferschutz.