Gelbe Teichmummel (Nuphar lutea)
Name
Gelbe Teichmummel (Nuphar lutea)
Familie
Nymphaeaceae (Seerosengewächse)
Merkmale
Die Gelbe Teichmummel ist eine ausdauernde Wasserpflanze mit einem kräftigen, im Schlamm verankerten Rhizom. Ihre schwimmenden Blätter sind herzförmig bis oval, ledrig und können einen Durchmesser von bis zu 40 cm erreichen. Die leuchtend gelben Blüten sind kugelig geformt, deutlich kleiner als die der Weißen Seerose und duften leicht nach Alkohol. Die Blütenblätter sind eigentlich die gelben Kelchblätter, während die eigentlichen Kronblätter klein und unscheinbar sind.
Standort und Verbreitung
Nuphar lutea besiedelt stehende oder langsam fließende Gewässer wie Teiche, Seen, Altarme und ruhige Flussabschnitte. Die Art bevorzugt nährstoffreiche, nicht zu saure Gewässer mit schlammigem Grund und wächst in Wassertiefen von etwa 0,5 bis 3 Metern. Sie ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet und in Deutschland nahezu flächendeckend anzutreffen. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis September.
Besonderheiten
Neben der Samenverbreitung vermehrt sich die Gelbe Teichmummel vegetativ durch abgetrennte Rhizomstücke, was ihre Ausbreitung in Gewässern begünstigt. Das Rhizom wurde früher volksmedizinisch genutzt und enthält Alkaloide, weshalb die Pflanze als schwach giftig gilt. Verwechslungen sind möglich mit der Weißen Seerose, die jedoch weiße, deutlich größere Blüten besitzt. In manchen Regionen gilt Nuphar lutea als gefährdet, da Gewässerverschmutzung und Regulierungsmaßnahmen ihre Lebensräume beeinträchtigen. In der Roten Liste wird sie regional unterschiedlich eingestuft.