Pfeilkraut (Sagittaria sagittifolia)
Name
Pfeilkraut (Sagittaria sagittifolia)
Familie
Froschlöffelgewächse (Alismataceae)
Merkmale
Das Pfeilkraut ist eine auffällige Wasserpflanze, die je nach Wasserstand drei verschiedene Blattformen ausbildet: schmale, bandförmige Wasserblätter, die mit der Strömung fluten, ovale Schwimmblätter an der Wasseroberfläche sowie die charakteristischen pfeilförmigen Luftblätter, die der Art ihren Namen geben. Die weißen Blüten mit drei Kronblättern und einem auffälligen purpurroten Fleck am Grund sind in Quirlen angeordnet, wobei die oberen Blüten männlich und die unteren weiblich sind.
Standort und Verbreitung
Das Pfeilkraut wächst bevorzugt im Flachwasserbereich und an den Ufern von stehenden oder langsam fließenden Gewässern wie Teichen, Gräben, Altarmen und ruhigen Flussabschnitten. Es besiedelt nährstoffreiche, schlammige Böden und ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. In Deutschland kommt es zerstreut bis regional häufig vor, ist aber in manchen Bundesländern rückläufig. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August. Das abgebildete Exemplar wurde im Juli 2010 bei Mardorf am Steinhuder Meer gefunden.
Besonderheiten
Das Pfeilkraut vermehrt sich neben der Samenbildung auch vegetativ über oberirdische Ausläufer, an deren Enden sich stärkehaltige Knollen entwickeln, die früher als Nahrungsmittel genutzt wurden. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. In Teilen Asiens wird die Art gezielt als Gemüsepflanze angebaut. Aufgrund von Gewässerausbau, Entwässerung und Wasserverschmutzung ist das Pfeilkraut in Deutschland gebietsweise gefährdet und steht in einigen Bundesländern auf der Roten Liste.