Sumpfquendel (Peplis portula)

Peplis portula bevorzugt wechselnasse Standorte

Name

Sumpfquendel (Peplis portula)

Familie

Weiderichgewächse (Lythraceae)

Merkmale

Der Sumpfquendel ist eine niedrig wachsende, einjährige Pflanze mit kriechenden bis aufsteigenden Stängeln. Die Blätter sind klein, oval bis spatelig geformt und gegenständig angeordnet. Die Blüten sind winzig klein, nur etwa 2 mm groß, und sitzen einzeln in den Blattachseln. Sie sind unauffällig rötlich bis weißlich gefärbt und leicht zu übersehen. Die Pflanze bildet oft dichte, flache Matten am Boden.

Standort und Verbreitung

Peplis portula besiedelt bevorzugt wechselnasse Standorte im Uferbereich stehender oder langsam fließender Gewässer, etwa an Teichen, Tümpeln, Gräben und zeitweise überfluteten Senken. Die Art wächst auf nährstoffarmen bis mäßig nährstoffreichen, oft sandigen oder schlammigen Böden, die im Sommer trockenfallen können. Verbreitet ist sie in weiten Teilen Europas, in Deutschland jedoch vielerorts selten geworden. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis September.

Besonderheiten

Eine bemerkenswerte Eigenschaft des Sumpfquendels ist die Schwimmfähigkeit seiner Samen, die eine Ausbreitung entlang von Gewässern ermöglichen kann. In Niedersachsen wird die Art in der Roten Liste auf der Vorwarnliste (RL V) geführt. Hauptursachen für den Rückgang geeigneter Vorkommen sind der Verlust und die Veränderung zeitweise trockenfallender Kleingewässer und ihrer Uferbereiche. Verwechslungen sind mit anderen kleinen Uferpionierpflanzen möglich, etwa mit dem Tännel oder ähnlichen kriechenden Arten feuchter Standorte. Der Sumpfquendel ist typisch für zeitweise vernässte und trockenfallende Pionierstandorte.