Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

Nasturtium officinale ist auch unter dem Namen Wasserkresse bekannt

Name

Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

Familie

Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)

Merkmale

Die Echte Brunnenkresse ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit hohlen, kriechenden bis aufsteigenden Stängeln, die leicht Wurzeln an den Knoten bilden. Die Blätter sind unpaarig gefiedert mit drei bis neun rundlichen bis eiförmigen Teilblättchen. Die kleinen weißen Blüten sind typisch kreuzförmig angeordnet, wie es für die Familie der Kreuzblütengewächse charakteristisch ist. Nach der Bestäubung entwickeln sich schmale, zylindrische Schoten, die die Samen enthalten. Die Pflanze riecht und schmeckt scharf-würzig, bedingt durch enthaltene Senföle.

Standort und Verbreitung

Die Echte Brunnenkresse wächst bevorzugt an Gräben, Quellen sowie im Uferbereich von fließenden und stehenden Gewässern. Sie liebt nährstoffreiche, kühle und sauerstoffreiche Standorte und ist oft direkt im flachen Wasser oder auf feuchtem Schlamm anzutreffen. Die Art ist in Europa weit verbreitet und kommt auch in Teilen Asiens, Nordafrikas sowie als eingebürgerte Pflanze in Nordamerika und anderen Regionen vor. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September.

Besonderheiten

In der Naturheilkunde wird die Brunnenkresse traditionell zur Blutreinigung sowie bei Harnwegs-Infektionen eingesetzt. Ihre Blätter sind reich an Vitamin C, Eisen und anderen Mineralstoffen, weshalb sie auch als Wildgemüse und Salatpflanze geschätzt wird. Beim Sammeln in der Natur ist Vorsicht geboten: An Gewässern, die von Weidetieren genutzt werden, besteht das Risiko einer Kontamination mit dem Großen Leberegel. Verwechslungen sind möglich mit dem Bitteren Schaumkraut oder dem Wassermerk, weshalb eine sorgfältige Bestimmung vor dem Verzehr unbedingt empfohlen wird.