Acker-Minze (Mentha arvensis)
Name
Acker-Minze (Mentha arvensis)
Familie
Lippenblütler (Lamiaceae)
Merkmale
Die Acker-Minze ist eine ausdauernde Staude, die Wuchshöhen von 10 bis 60 cm erreicht. Der Stängel ist vierkantig und meist aufrecht oder aufsteigend, oft rötlich überlaufen und behaart. Die gegenständigen Blätter sind eiförmig bis elliptisch, gesägt und auf beiden Seiten behaart. Charakteristisch ist der intensive Minzegeruch, der beim Zerreiben der Blätter deutlich wahrnehmbar ist. Die kleinen, hellvioletten bis rosafarbenen Blüten sitzen in dichten Quirlen in den Blattachseln, nicht an der Stängelspitze – ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber ähnlichen Minzearten.
Standort und Verbreitung
Mentha arvensis besiedelt nährstoffreiche Feuchtwiesen, Gräben, Uferränder von Bächen und Flüssen sowie feuchte Lichtungen und Äcker. Die Art bevorzugt wechselfeuchte bis nasse, lehmige oder sandige Böden und ist in ganz Europa sowie weiten Teilen Asiens und Nordamerikas verbreitet. In Deutschland kommt sie verbreitet vor, ist jedoch durch Entwässerung und Intensivlandwirtschaft stellenweise seltener geworden. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Oktober.
Besonderheiten
Die Acker-Minze neigt zur Hybridisierung mit anderen Minzearten, wobei die Mischformen häufig intermediäre Merkmale beider Elternarten zeigen. Vegetativ breitet sie sich über unterirdische Ausläufer aus und kann so dichte Bestände bilden. Die Pflanze enthält ätherische Öle und wird volksheilkundlich bei Verdauungsbeschwerden und Erkältungen eingesetzt. In der Lebensmittelindustrie dient sie als Grundlage für Pfefferminzöl-Kultivare. Verwechslungen sind möglich mit der Wasser-Minze oder der Wald-Minze, die ähnliche Standorte besiedeln, jedoch abweichende Blütenstandsformen aufweisen.