Krebsschere, Wasseraloe (Stratiotes aloides)
Name
Krebsschere, Wasseraloe (Stratiotes aloides)
Familie
Hydrocharitaceae (Froschbissgewächse)
Merkmale
Die Krebsschere ist eine auffällige Wasserpflanze mit langen, schwertförmigen, gezähnten Blättern, die an eine Aloe erinnern – daher der volkstümliche Name Wasseraloe. Die Blattränder sind mit scharfen Zähnen besetzt, was dem Greiforgan einer Krabbe ähnelt und den Namen Krebsschere erklärt. Die Pflanze treibt im Sommer zur Blütezeit an die Wasseroberfläche, blüht weiß mit drei Blütenblättern und sinkt nach der Blüte wieder auf den Gewässergrund. Im Winter überwintert sie als Bodenpflanze.
Standort und Verbreitung
Stratiotes aloides besiedelt stehende und langsam fließende Gewässer wie Teiche, Altarme, Gräben und Seen mit nährstoffreichem, klarem Wasser. Die Art bevorzugt flache, besonnte Gewässer und ist in weiten Teilen Europas und Westasiens verbreitet, in Deutschland jedoch regional stark zurückgegangen. Die Blütezeit liegt zwischen Mai und August. In Niedersachsen gilt die Art im Flachland als gefährdet (RL3) und im Hügelland als stark gefährdet (RL2).
Besonderheiten
Die Krebsschere spielt eine bedeutende ökologische Rolle: Sie ist unverzichtbarer Lebensraum für die Grüne Mosaikjungfer, eine vom Aussterben bedrohte Libellenart, die ihre Eier gezielt in die Blätter der Krebsschere ablegt. Ohne diese Pflanze ist eine Fortpflanzung der Libelle kaum möglich. Der Rückgang der Krebsschere durch Gewässerverschmutzung, Eutrophierung und Lebensraumverlust gefährdet daher unmittelbar auch die Libelle. Naturschutzmaßnahmen zur Erhaltung geeigneter Gewässer sind für beide Arten von entscheidender Bedeutung.