Borstige Schuppensimse (Isolepis setacea)

Isolepis setacea findet man auf Feuchtwiesen oder an Gräben

Name

Borstige Schuppensimse (Isolepis setacea)

Familie

Sauergrasgewächse (Cyperaceae)

Merkmale

Die Borstige Schuppensimse ist eine zierliche, niedrig wachsende Pflanze aus der Familie der Sauergrasgewächse. Sie bildet dichte, grasartige Horste mit fadenförmigen, borstenartigen Stängeln und Blättern, die ihr den deutschen Namen verleihen. Die Stängel sind drehrund und sehr schmal. Pro Blütenstand werden bis zu 10 kleine Ährchen gebildet, in denen sich die unscheinbaren Blüten befinden. Die Früchte sind kleine, dunkelbraune Nüsschen, typisch für Sauergräser.

Standort und Verbreitung

Isolepis setacea besiedelt feuchte bis nasse Standorte wie Feuchtwiesen, Gräben, Uferränder von Bächen und Teichen sowie Moore und Moorheiden. Die Art bevorzugt nährstoffarme, leicht saure Böden und ist in weiten Teilen Europas verbreitet, darunter Mitteleuropa, die Britischen Inseln und der Mittelmeerraum. In Deutschland kommt sie zerstreut vor, ist aber vielerorts durch Entwässerung von Feuchtgebieten zurückgegangen. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis Oktober.

Besonderheiten

Neben der generativen Vermehrung über Samen breitet sich die Borstige Schuppensimse auch vegetativ durch kriechende Rhizome aus, was ihr eine effektive Besiedlung geeigneter Standorte ermöglicht. Die Art ist auch unter dem Namen Borstige Moorbinse bekannt. Aufgrund des Verlusts von Feuchtbiotopen durch Trockenlegung und Intensivierung der Landwirtschaft gilt sie in einigen deutschen Bundesländern als gefährdet oder wird auf der Vorwarnliste geführt. Verwechslungen sind mit ähnlichen zierlichen Simsen-Arten möglich, die ebenfalls feuchte Standorte besiedeln.