Gewöhnlicher Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica)
Name
Gewöhnlicher Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica)
Familie
Froschlöffelgewächse (Alismataceae)
Merkmale
Der Gewöhnliche Froschlöffel ist eine ausdauernde Wasserpflanze mit auffällig langgestielten, eiförmig-herzförmigen Grundblättern, die an Wegerichblätter erinnern – daher auch der Artname plantago-aquatica. Die Blätter sind deutlich parallelnervig und stehen aufrecht aus dem Wasser. Der Blütenstand ist ein großer, vielästiger Rispenquirl, der sich bis zu einem Meter Höhe erheben kann. Die einzelnen Blüten sind klein, dreiblättrig und zart rosa bis weißlich gefärbt. Die Früchte sind flache, kreisförmig angeordnete Nüsschen.
Standort und Verbreitung
Der Gewöhnliche Froschlöffel besiedelt Ufer von langsam fließenden oder stehenden Gewässern wie Teiche, Gräben, Altwässer und Seeufer. Er wächst bevorzugt in flachem, nährstoffreichem Wasser oder auf schlammigen Uferbereichen. Die Art ist in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordafrikas verbreitet und in Deutschland nahezu flächendeckend anzutreffen. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis August. Die Bestäubung erfolgt überwiegend durch Schwebfliegen.
Besonderheiten
Trotz seiner früheren Verwendung in der Volksmedizin – etwa gegen Skorbut, Wassersucht und Hämorrhoiden – gilt der Gewöhnliche Froschlöffel als giftig. Er enthält scharfe, reizende Inhaltsstoffe, die beim Frischverzehr Vergiftungserscheinungen hervorrufen können. Beim Trocknen verlieren diese Stoffe jedoch weitgehend ihre Wirkung. Verwechslungen sind möglich mit dem Schmalblättrigen Froschlöffel, der schmalere Blätter und einen schlankeren Wuchs aufweist. Der Gewöhnliche Froschlöffel gilt in Deutschland als ungefährdet und ist ein typischer Vertreter der Ufer- und Röhrichtvegetation.