Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)

Die Sumpf-Dotterblume wächst auf Feuchtwiesen oder im Uferbereich von Bächen

Name

Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)

Familie

Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

Merkmale

Die Sumpf-Dotterblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 60 cm erreicht. Ihre auffälligsten Merkmale sind die leuchtend dottergelben, glänzenden Blüten mit fünf bis acht kelchblattartigen Perigonblättern, die einen Durchmesser von bis zu 4 cm erreichen können. Die Blätter sind herzförmig bis nierenförmig, dunkelgrün, glänzend und leicht gekerbt am Rand. Der Stängel ist hohl, fleischig und oft rötlich überlaufen. Die Pflanze bildet häufig dichte, polsterartige Horste.

Standort und Verbreitung

Die Sumpf-Dotterblume besiedelt nasse bis wechselnasse Standorte wie Gräben, Sumpfbiotope, Feuchtwiesen, Quellfluren sowie Ufer von Bächen und Flüssen. Sie bevorzugt nährstoffreiche, humose Böden mit hohem Wasserstand. Die Art ist in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas verbreitet und in Deutschland grundsätzlich weit verbreitet, jedoch regional stark zurückgegangen. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis Mai, in höheren Lagen auch bis in den Juni hinein.

Besonderheiten

Die Sumpf-Dotterblume gilt in Niedersachsen als gefährdet und wird dort in der Roten Liste mit RL 3 geführt. Hauptursache ist die großflächige Entwässerung von Feuchtgebieten durch landwirtschaftliche Meliorationsmaßnahmen, wodurch geeignete Lebensräume vielerorts verloren gegangen sind. Die Pflanze ist in allen Teilen schwach giftig und enthält Protoanemonin, einen Stoff, der bei Hautkontakt Reizungen verursachen kann. Trotz ihrer Giftigkeit wurde sie früher volksheilkundlich genutzt. Als Verwechslungsart kommt der Scharbockskraut in Frage, das jedoch deutlich kleinere Blüten besitzt. Die Sumpf-Dotterblume ist eine wichtige Frühjahrstrachtpflanze für Insekten, besonders für Bienen und Schwebfliegen.