Frühlings-Wasserstern (Callitriche palustris)

Den Frühlings-Wasserstern findet man in stehenden oder langsam fließenden Gewässern

Name

Frühlings-Wasserstern (Callitriche palustris)

Familie

Plantaginaceae (Wegerichgewächse)

Merkmale

Der Frühlings-Wasserstern ist eine zierliche Wasserpflanze mit zwei deutlich verschiedenen Blattformen: Untergetauchte Blätter sind schmal und linealisch, während die Schwimmblätter oval bis spatelig geformt sind und charakteristische Rosetten an der Wasseroberfläche bilden. Bei sinkendem Wasserstand entwickelt die Pflanze eine kompakte Landform mit dichteren, fleischigeren Blättern. Die Blüten sind winzig und unscheinbar, ohne Kelch- oder Kronblätter.

Standort und Verbreitung

Callitriche palustris besiedelt stehende oder langsam fließende Gewässer wie Gräben, Tümpel, Teiche und flache Uferzonen. Die Art bevorzugt nährstoffreiche, mäßig saure bis neutrale Gewässer und ist in weiten Teilen Europas sowie Nordamerikas und Asiens verbreitet. In Deutschland kommt sie zerstreut bis häufig vor, besonders in Feuchtgebieten und Niederungen. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis September.

Besonderheiten

Eine bemerkenswerte Eigenschaft des Frühlings-Wassersterns ist seine vegetative Vermehrung: Abgerissene Sprossteile treiben eigenständig weiter und können neue Pflanzen bilden, was die Ausbreitung in Fließgewässern begünstigt. Die Art gilt als Zeigerpflanze für bestimmte Wasserqualitäten und ist ökologisch wertvoll als Laichsubstrat und Lebensraum für Kleinstlebewesen. Innerhalb der artenreichen Gattung Callitriche ist eine sichere Bestimmung oft schwierig, da mehrere ähnliche Wassersternarten vorkommen, die sich kaum äußerlich unterscheiden lassen. Die Art steht in einigen Bundesländern auf der Vorwarnliste, da Gewässereutrophierung und Entwässerung geeignete Lebensräume gefährden.