Rote Heckenkirsche: Samenverbreitung durch Endochorie
Nach der Bestäubung entwickeln sich an der Roten Heckenkirsche leuchtend rote Beeren, die für den Menschen giftig sind. Doch manche Tiere – vor allem Vögel wie Drosseln und Amseln – scheinen gegen die enthaltenen Giftstoffe weitgehend immun zu sein und fressen die Früchte ohne Schaden zu nehmen. Die Samen überstehen die Verdauung unbeschadet und werden an einem anderen Ort wieder ausgeschieden. So sorgt die Pflanze dafür, dass ihre Nachkommen weit verbreitet werden. Diese clevere Strategie der Samenverbreitung durch den Verdauungstrakt von Tieren wird als Endochorie bezeichnet.