Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare)

Der Gewöhnliche Liguster ist ein sommergrüner mehrjähriger Strauch

Name

Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare)

Familie

Ölbaumgewächse (Oleaceae)

Merkmale

Der Gewöhnliche Liguster ist ein sommergrüner, mehrjähriger Strauch, der Wuchshöhen von zwei bis fünf Metern erreichen kann. Die gegenständigen Blätter sind lanzettlich bis elliptisch, ledrig und dunkelgrün glänzend. Die weißen, röhrenförmigen Blüten erscheinen in dichten, aufrechten Rispen und verströmen einen intensiven, süßlichen Duft. Im Herbst bildet der Strauch glänzend schwarze, kugelige Beeren, die in traubenartigen Büscheln angeordnet sind. Die Rinde junger Zweige ist fein behaart und graubraun gefärbt. Dank seiner dichten Verzweigung und hohen Schnittverträglichkeit lässt er sich gut als Formhecke gestalten.

Standort und Verbreitung

Der Gewöhnliche Liguster wächst bevorzugt an Waldrändern, in Gebüschen, Hecken und auf kalkhaltigen, gut drainierten Böden. Er verträgt sowohl sonnige als auch halbschattige Standorte. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Westasiens heimisch und in Mitteleuropa weit verbreitet. Als Kulturpflanze wird er häufig in Gärten und Parks angepflanzt. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Juli, die Früchte reifen von September bis Oktober und bleiben oft bis in den Winter hinein an den Zweigen.

Besonderheiten

Der Gewöhnliche Liguster ist eine wertvolle Pflanze für die Tierwelt: Seine Blüten werden gerne von Insekten wie Schmetterlingen, Wildbienen und Zweiflüglern besucht. Für Falter-Raupen stellt er eine wichtige Nahrungspflanze dar. Zu beachten ist, dass die schwarzen Beeren für Menschen und viele Säugetiere giftig sind und bei Verzehr Übelkeit und Erbrechen verursachen können. Verwechslungen sind mit dem Japanischen Liguster möglich, der jedoch immergrün ist. Im Gartenbau zählt der Gewöhnliche Liguster zu den beliebtesten Heckenpflanzen überhaupt.