Gemeine Stechpalme (Ilex aquifolium)

Die immergrüne, bis 5 Meter hohe Gemeine Stechpalme (Ilex aquifolium)

Name

Gemeine Stechpalme (Ilex aquifolium)

Familie

Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae)

Merkmale

Die Gemeine Stechpalme ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 5 Metern erreicht. Die ledrigen, dunkelgrünen und glänzenden Blätter sind oval geformt und besitzen charakteristisch wellige Ränder mit scharfen Dornen. Ältere Blätter an höheren Trieben können auch ganzrandig sein. Die kleinen, weißen bis zartrosa Blüten erscheinen in dichten Büscheln. Die auffälligen Früchte sind leuchtend rote Steinfrüchte, die den Strauch besonders im Winter schmücken.

Standort und Verbreitung

Ilex aquifolium wächst bevorzugt in Laub- und Mischwäldern, oft als Unterholzpflanze im Halbschatten. Die Art bevorzugt mäßig feuchte, humose und leicht saure Böden. Verbreitet ist sie in weiten Teilen Westeuropas, im Mittelmeerraum sowie in Teilen Mitteleuropas, wo sie vor allem in atlantisch geprägten Regionen häufig vorkommt. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Anfang Juni. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, woraufhin sich die roten Früchte entwickeln, die im Herbst und Winter reifen.

Besonderheiten

Alle Teile der Stechpalme, insbesondere die roten Früchte, sind für Menschen giftig und können bei Verzehr Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen. Für Vögel hingegen sind die Beeren ungiftig und eine wichtige Winternahrungsquelle. Die Samen werden überwiegend durch Vögel verbreitet, ein Vorgang der als Endochorie bezeichnet wird. Zusätzlich vermehrt sich die Art vegetativ über Wurzelsprosse. Die Stechpalme ist in Deutschland nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt und darf nicht ohne Genehmigung gesammelt oder ausgegraben werden. In der Volkskultur gilt sie als Glückssymbol und wird traditionell als Weihnachtsschmuck verwendet.