Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)
Name
Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)
Familie
Hartriegelgewächse (Cornaceae)
Merkmale
Der Rote Hartriegel ist ein sommergrüner Strauch, der Wuchshöhen von zwei bis vier Metern erreicht. Besonders auffällig ist die intensive Herbstfärbung: Blätter und Äste nehmen leuchtend rote bis purpurrote Töne an, was dem Strauch seinen deutschen Namen verleiht. Die Rinde junger Triebe ist ebenfalls rötlich gefärbt. Die Blätter sind eiförmig bis elliptisch mit charakteristischer Bogennervenstruktur. Im Frühjahr und Frühsommer erscheinen flache, weiße Doldenrispen mit einem leicht unangenehmen Geruch. Die Früchte sind kleine, blauschwarze Steinfrüchte.
Standort und Verbreitung
Cornus sanguinea wächst bevorzugt an Uferbereichen, in lichten Wäldern sowie in Hecken-Biotopen. Die Art bevorzugt nährstoffreiche, oft kalkhaltige Böden und verträgt sowohl sonnige als auch halbschattige Standorte. Verbreitet ist der Rote Hartriegel in weiten Teilen Europas, von Mitteleuropa bis in den Kaukasus. In Deutschland gilt er als häufige heimische Strauchart. Die Blütezeit liegt zwischen Mai und Juni, die Früchte reifen von August bis Oktober.
Besonderheiten
Alle Pflanzenteile des Roten Hartriegels gelten als giftig, insbesondere die blauschwarzen Früchte können beim Menschen Übelkeit und Erbrechen verursachen. Trotz seiner Giftigkeit wird die Art wegen ihrer attraktiven Blüten und der prächtigen Herbstfärbung als Zierpflanze in Gärten und Parks gepflanzt. Für Vögel sind die Früchte eine wichtige Nahrungsquelle und werden gut vertragen. Der Strauch ist zudem ökologisch wertvoll als Nist- und Deckungsgehölz. Verwechslungen sind möglich mit dem Kornelkirschen-Hartriegel, einem ebenfalls heimischen Vertreter der Familie.