Winterschachtelhalm: Sporenähren und Rhizome
Der Winterschachtelhalm gehört zu einer sehr alten Entwicklungslinie der Gefäßpflanzen und ist mit bis zu 1,50 Metern Wuchshöhe eine der stattlicheren heimischen Schachtelhalmarten. Als immergrüne Art bleibt er auch im Winter sichtbar – ein auffälliges Merkmal. Die fertilen Sprosse mit ihren Sporenähren erscheinen meist von Mai bis Juni, die Sporen reifen jedoch erst im folgenden Frühjahr. Alte Sporenähren können deshalb lange am Stängel verbleiben. Neben der Verbreitung über Sporen bildet die Art unterirdische Rhizome aus, mit denen sie größere Flächen besiedeln kann. Trotz historischer und traditioneller Verwendungen ist der Winterschachtelhalm nicht als gewöhnliches Heilmittel zu verwenden; auch homöopathische Zubereitungen sind von der pharmakologischen Wirkung der Ausgangspflanze zu unterscheiden.