Spitzmorchel (Morchella elata)

Die Aldi- oder Lidl-Morchel wächst auf Rindenmulch im Siedlungsbereich

Name

Spitzmorchel (Morchella elata)

Familie

Morchellaceae

Merkmale

Die Spitzmorchel besitzt einen charakteristischen, kegelförmig zugespitzten Hut mit einem ausgeprägten Netzwerk aus längs verlaufenden Rippen und tiefen, unregelmäßigen Gruben. Die Färbung des Hutes reicht von graubraun bis dunkelbraun, während der Stiel hell, cremeweiß bis gelblich und oft leicht gerillt oder körnig ist. Der gesamte Fruchtkörper ist hohl. Die Höhe beträgt je nach Standort zwischen fünf und fünfzehn Zentimetern. Die Rippen des Hutes verlaufen überwiegend parallel und sind dunkler gefärbt als die Gruben, was der Art ein markantes, gitterartiges Aussehen verleiht.

Standort und Verbreitung

Die Spitzmorchel ist in weiten Teilen Europas und Nordamerikas verbreitet. Sie wächst in unterschiedlichen Lebensräumen, unter anderem in Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern sowie in Parks und anderen geeigneten, nährstoffreichen Standorten. Bestimmte Vertreter der Spitzmorchel-Gruppe können auch in anthropogen geprägten Lebensräumen wie Gärten und auf Rindenmulch auftreten. Die Erscheinungszeit liegt im Frühjahr, meist zwischen März und Mai. Sie gehört damit zu den typischen Frühjahrspilzen.

Besonderheiten

Die Spitzmorchel ist ein begehrter Speisepilz, darf jedoch ausschließlich gegart verzehrt werden, da rohe Morcheln giftig wirken können und zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Ihr volkstümlicher Beiname Aldi- oder Lidl-Morchel verdankt sich dem häufigen Auftreten von Morcheln auf Rindenmulch-Beeten im Siedlungsbereich, unter anderem in Anlagen bei Einkaufszentren. Verwechslungen sind möglich mit anderen Morchelarten sowie mit der giftigen Frühjahrslorchel, die jedoch einen unregelmäßig gelappten, hirnartig gewundenen Hut ohne wabenartige Grubenstruktur besitzt.