Grauer Langfüßler (Helvella macropus)

Die Fruchtkörper der Langfuß-Lorchel

Name

Grauer Langfüßler (Helvella macropus)

Familie

Helvellaceae

Merkmale

Der Graue Langfüßler besitzt einen auffällig langen, schlanken Stiel, der ihm seinen Namen verleiht. Die Scheibe des Fruchtkörpers ist graubraun bis aschgrau gefärbt, flach bis leicht gewölbt oder unregelmäßig verbogen. Die Oberfläche ist fein filzig bis samtig. Der Stiel ist ebenfalls grau, längsgerippt oder gefurcht und im Verhältnis zur Scheibe ungewöhnlich lang und schlank. Die Fruchtkörper sind insgesamt recht zierlich und erreichen selten mehr als einige Zentimeter Höhe.

Standort und Verbreitung

Helvella macropus wächst bevorzugt in Laub- und Nadelwäldern, meist einzeln oder in kleinen Gruppen auf dem Boden, gelegentlich auch auf stark morschem Holz. Die Art bevorzugt feuchte, schattige Standorte und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von Juli bis Oktober. Das abgebildete Exemplar wurde im August 2010 im Wunstorfer Moor gefunden, was zeigt, dass die Art auch moorige Waldstandorte besiedeln kann.

Besonderheiten

Der Graue Langfüßler gilt als ungenießbar und sollte nicht verzehrt werden. Wie viele Lorcheln enthält er potenziell schädliche Inhaltsstoffe. Verwechslungen sind mit anderen graubraunen Lorchel-Arten möglich, die ähnliche Standorte besiedeln. Die Art ist insgesamt nicht häufig und fällt aufgrund ihrer unscheinbaren Färbung leicht übersehen. Naturkundlich interessant ist ihr gelegentliches Vorkommen auf morschem Holz, was für Lorcheln eher untypisch ist.