Gelbmilchender Becherling (Galactinia succosa)

Ein wichtiges Erkennungsmerkmal dieser Art ist der gelbliche Saft

Name

Gelbmilchender Becherling (Galactinia succosa)

Familie

Pyronemataceae

Merkmale

Der Gelbmilchende Becherling ist ein Schlauchpilz mit typischer becherförmiger bis schüsselförmiger Fruchtkörperform. Die Innenseite des Bechers ist glatt und zeigt eine bräunliche bis rotbraune Färbung, während die Außenseite heller und leicht körnig-filzig erscheint. Der Fruchtkörper erreicht einen Durchmesser von etwa einem bis vier Zentimetern. Das auffälligste Merkmal ist der gelbliche Milchsaft, der bei Verletzung oder Druck aus dem Fleisch austritt und die Art von ähnlichen Becherpilzen deutlich unterscheidet.

Standort und Verbreitung

Der Gelbmilchende Becherling wächst bevorzugt in Parkanlagen, Laub- und Mischwäldern sowie auf moosigen Wiesen. Er bevorzugt feuchte, humose Böden und ist häufig zwischen Moos oder auf nackter Erde zu finden. Die Art ist in Mitteleuropa verbreitet, jedoch nicht häufig anzutreffen. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von Juni bis Oktober, wobei Funde im Herbst besonders typisch sind, wie etwa der Nachweis im Oktober 2010 beim Wunstorfer Moor in Niedersachsen.

Besonderheiten

Der austretende gelbliche Saft ist das entscheidende Bestimmungsmerkmal und macht den Gelbmilchenden Becherling unter den Becherpilzen einzigartig. Verwechslungen sind grundsätzlich mit anderen kleinen, braunen Becherpilzen möglich, die jedoch keinen farbigen Milchsaft absondern. Über die Essbarkeit liegen keine gesicherten Empfehlungen vor; wie bei den meisten kleinen Becherpilzen gilt die Art als ungenießbar und sollte nicht verzehrt werden. Zur Gefährdungssituation in Deutschland gibt es regional unterschiedliche Einschätzungen; aufgrund seiner Seltenheit sollte die Art geschont werden.