Buchenwald-Becherling (Peziza arvernensis)
Name
Buchenwald-Becherling (Peziza arvernensis)
Familie
Pezizaceae
Merkmale
Der Buchenwald-Becherling erreicht Durchmesser von bis zu 15 cm und gehört damit zu den größeren Becherpilzen. Im jungen Zustand zeigt er eine typisch becherförmige Gestalt, die sich im Alter zunehmend schüsselförmig ausbreitet. Die Innenseite des Fruchtkörpers ist glatt und blass bräunlich bis ockerfarben, während die Außenseite etwas heller und leicht körnig-mehlig wirkt. Das Fleisch ist dünn, brüchig und geruchlos.
Standort und Verbreitung
Peziza arvernensis wächst bevorzugt in Laub- und Buchenwäldern, häufig auf vermodertem Reisig, Totholzresten oder direkt auf humusreicher Walderde. Der Pilz tritt meist gesellig in kleinen Gruppen auf. Er ist in weiten Teilen Europas verbreitet, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, und bevorzugt schattige, feuchte Standorte mit reichlich organischem Material. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von Mai bis Juli.
Besonderheiten
Der Buchenwald-Becherling gilt als essbar, ist jedoch aufgrund seines dünnen, wenig ergiebigen Fleisches ohne nennenswerten Speisewert. Verwechslungen sind mit anderen großen Becherpilzen möglich, etwa dem Violettlichen Becherling oder weiteren Arten der formenreichen Gattung Peziza, die sich oft nur mikroskopisch sicher unterscheiden lassen. Eine genaue Bestimmung erfordert daher mitunter die Untersuchung der Sporen und Asci. Der Pilz spielt als Zersetzer von Totholz eine wichtige ökologische Rolle im Nährstoffkreislauf des Waldbodens.