Halbkugeliger Borstling (Humaria hemisphaerica)

Die Fruchtkörper vom Halbkugeligen Borstling (Borstenbecherling)

Name

Halbkugeliger Borstling (Humaria hemisphaerica)

Familie

Pyronemataceae

Merkmale

Der Halbkugelige Borstling bildet becherförmige bis halbkugelige Fruchtkörper, die einen Durchmesser von etwa einem bis vier Zentimetern erreichen. Die Außenseite ist charakteristisch braun gefärbt und dicht mit steifen, dunkelbraunen Haaren besetzt, die dem Pilz ein borstig-filziges Aussehen verleihen. Die Innenseite, also die eigentliche Fruchtschicht, ist glatt und weißlich bis hellgrau gefärbt, mitunter mit einem leicht bläulichen Schimmer. Die Fruchtkörper sitzen meist ohne deutlichen Stiel direkt dem Substrat auf.

Standort und Verbreitung

Der Halbkugelige Borstling wächst bevorzugt in Laub- und Nadelwäldern, wo er auf feuchter, humusreicher Erde anzutreffen ist. Seltener findet man ihn auf morschem Totholz oder an Wegrändern mit verdichteten Böden. Die Art ist in Europa weit verbreitet und gilt als häufig. Sie kommt außerdem in Nordamerika und anderen gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel vor. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von Juli bis Oktober, mit einem Schwerpunkt in den feuchten Herbstmonaten.

Besonderheiten

Der Halbkugelige Borstling gilt als ungenießbar, da er keinen nennenswerten Speisewert besitzt und roh verzehrt Magenprobleme verursachen kann. Er ist nicht mit stark giftigen Arten verwechselbar, kann jedoch mit anderen kleinen Becherpilzen verwechselt werden, etwa mit ähnlichen borstigen Becherlingen aus derselben Familie. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die auffällige Behaarung der Außenseite, die ihn von glattwandigen Verwechslungsarten abgrenzt. Ökologisch spielt die Art als Zersetzer organischen Materials eine Rolle im Nährstoffkreislauf des Waldbodens.