Ufer-Filzröhrling (Xerocomus ripariellus)

Xerocomus ripariellus bevorzugt feuchte Lebensräume

Name

Ufer-Filzröhrling (Xerocomus ripariellus)

Familie

Boletaceae

Merkmale

Der Ufer-Filzröhrling gehört zur Gattung der Filzröhrlinge und zeigt die für diese Gruppe typischen Merkmale: eine samtig-filzige Hutoberfläche, die je nach Alter und Witterung von olivbraun bis rotbraun variieren kann. Die Röhren auf der Hutunterseite sind weit und unregelmäßig, die Poren erscheinen gelblich und können bei Druck bläulich anlaufen. Der Stiel ist meist zylindrisch, fest und zeigt eine ähnliche Färbung wie der Hut, oft mit rötlichen Längsstreifen oder Netzzeichnungen.

Standort und Verbreitung

Der Ufer-Filzröhrling bevorzugt feuchte bis nasse Lebensräume wie Auwälder, Ufergehölze und periodisch überschwemmte Gebiete. Er wächst bevorzugt auf leicht saurem Boden, wie der Fund im Wunstorfer Moor in Niedersachsen belegt. Die Art gilt als selten und ist bislang nur mit wenigen gesicherten Nachweisen aus Mitteleuropa bekannt. Die Erscheinungszeit liegt im Sommer und Herbst, typischerweise von Juni bis Oktober.

Besonderheiten

Der Ufer-Filzröhrling gilt als ausgesprochen seltene Art, über die bislang kaum wissenschaftliche Daten oder Verbreitungsnachweise vorliegen. Aufgrund seiner Bindung an feuchte Sonderbiotope wie Moore und Auwälder ist er potenziell durch Lebensraumverlust gefährdet. Verwechslungen mit anderen Filzröhrlingen sind möglich, da sich mehrere ähnliche Arten dieser Gattung in Färbung und Wuchsform stark ähneln. Angaben zur Essbarkeit oder Giftigkeit liegen für diese Art nicht gesichert vor, weshalb ein Verzehr nicht empfohlen wird.