Veränderlicher Spaltporling (Schizopora paradoxa)

Veränderlicher Spaltporling - Substrate und Weißfäule

Name

Veränderlicher Spaltporling (Schizopora paradoxa)

Familie

Schizoporaceae

Merkmale

Der Veränderliche Spaltporling bildet flach am Substrat anliegende, resupinat wachsende Fruchtkörper, die sich weit über Totholzoberflächen ausbreiten können. Die Porenschicht ist cremefarben bis ockergelb und verfärbt sich im Alter bräunlich. Namensgebend ist die auffällige Variabilität der Porenform: Die Poren können rundlich, eckig, labyrinthisch oder schlitzartig-gespalten sein, was dem Pilz ein unregelmäßiges, veränderliches Erscheinungsbild verleiht. Die Ränder der Fruchtkörper sind oft fransig oder unregelmäßig begrenzt. Das Fleisch ist weißlich und zäh-lederig.

Standort und Verbreitung

Der Veränderliche Spaltporling wächst ganzjährig an abgestorbenem Laubholz, bevorzugt an Buche, Eiche und Hasel, seltener auch an Nadelholz. Er besiedelt liegendes und stehendes Totholz in Wäldern, Gebüschen und Parkanlagen. Die Art ist in Europa weit verbreitet und gilt als häufig. Sie kommt in gemäßigten Zonen Europas, Asiens und Nordamerikas vor. Als ganzjährig fruktifizierende Art sind die Fruchtkörper das gesamte Jahr über zu finden, wobei frische Wachstumsphasen vor allem im Herbst und Winter auftreten.

Besonderheiten

Als saprobiontischer Pilz lebt der Veränderliche Spaltporling von totem organischem Material und spielt eine wichtige Rolle im Waldökosystem, indem er Weißfäule im befallenen Holz erzeugt und so den Abbau von Zellulose und Lignin vorantreibt. Die Art gilt als nicht essbar. Aufgrund seiner variablen Porenstruktur kann er mit anderen resupinaten Porlingen verwechselt werden, was die Bestimmung im Feld erschwert. Der Artname paradoxa verweist auf eben diese verwirrende Vielgestaltigkeit des Fruchtkörpers.