Orangeroter Knorpelporling (Skeletocutis amorpha)

Orangeroter Knorpelporling Fruchtkörper und Hutoberfläche

Name

Orangeroter Knorpelporling (Skeletocutis amorpha)

Familie

Polyporaceae

Merkmale

Der Orangerote Knorpelporling bildet flache, konsolenartige bis resupinat wachsende Fruchtkörper, die oft dachziegelartig übereinander angeordnet sind. Die Hutoberseite ist fein filzig bis zottig und meist weißlich bis blass gefärbt; durch Algenbesiedlung kann sie grünlich erscheinen. Die Porenschicht auf der Unterseite ist zunächst hell, kann sich jedoch mit zunehmendem Alter oder bei Verletzung auffällig orange- bis rosafarben verfärben. Das Fleisch ist zäh, lederartig bis knorpelig und von weißlicher bis blass gefärbter Farbe. Die Fruchtkörper sind relativ dünn und können mehrere Zentimeter breit werden.

Standort und Verbreitung

Der Orangerote Knorpelporling wächst bevorzugt an totem Kiefernholz, seltener auch an anderen Nadelhölzern wie Fichte oder Tanne. Er besiedelt liegendes oder stehendes Totholz und ist ein wichtiger Zersetzer in Nadelwäldern und Mooren. Die Art ist in Europa weit verbreitet und kommt auch in Nordamerika vor. In Deutschland findet man sie vor allem in kiefernreichen Wäldern und Moorrandgebieten, wie etwa im Wunstorfer Moor in Niedersachsen. Der Pilz erscheint ganzjährig, ist also das gesamte Jahr über zu finden, wobei frische Fruchtkörper häufig im Herbst und Winter auffallen.

Besonderheiten

Der Orangerote Knorpelporling ist ein Weißfäuleerreger, der vor allem das Holz von Nadelbäumen abbaut und damit eine wichtige ökologische Rolle beim Abbau von Totholz übernimmt. Er gilt als ungiftig, hat jedoch aufgrund seiner zähen, lederartigen Konsistenz keinen Speisewert. Bemerkenswert ist die häufige Besiedlung der Hutoberfläche durch Algen, die dem Pilz ein grünliches Aussehen verleihen kann. Verwechslungen sind mit anderen kleinen, orangefarbenen Porlingen möglich, weshalb eine genaue Betrachtung der Porenstruktur und des Substrats hilfreich ist. Die Art ist in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets verbreitet und nicht als stark gefährdet einzustufen.