Schwarzgebänderter Harzporling (Ischnoderma benzoinum)

Der Schwarzgebänderte Harzporling erzeugt eine Weißfäule im befallenen Substrat

Name

Schwarzgebänderter Harzporling (Ischnoderma benzoinum)

Familie

Polyporaceae

Merkmale

Der Schwarzgebänderte Harzporling bildet halbkreisförmige bis fächerartige Fruchtkörper, die konsolenartig am Substrat wachsen. Junge Exemplare sind weich, saftig und von rotbrauner bis dunkelbrauner Farbe mit einem helleren, oft cremefarbenen Rand. Mit zunehmendem Alter werden die Fruchtkörper dunkler, fast schwarz, und verhärten sich deutlich. Die Oberfläche zeigt eine charakteristische zonierte, gebänderte Zeichnung, der der Pilz seinen deutschen Namen verdankt. Die Unterseite trägt eine feine, weiße bis cremefarbene Porenschicht. Bei frischen Exemplaren tritt ein harzartiges, dunkles Exsudat aus, das einen angenehm würzigen, an Benzoe erinnernden Geruch verströmt – daher auch der Artname benzoinum.

Standort und Verbreitung

Der Schwarzgebänderte Harzporling wächst ausschließlich an totem Nadelholz, bevorzugt an Fichte, Lärche, Tanne und Kiefer. Er besiedelt liegendes oder stehendes Totholz in Nadelwäldern und ist in Europa weit verbreitet, kommt aber auch in Teilen Nordamerikas und Asiens vor. In Deutschland findet man ihn vor allem in montanen Fichtenwäldern und Mischwäldern mit hohem Nadelholzanteil. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von September bis Januar, mit einem Schwerpunkt im Herbst.

Besonderheiten

Der Schwarzgebänderte Harzporling ist ein bedeutender Zersetzer von Nadelholz, da er eine Weißfäule im befallenen Substrat erzeugt. Dabei baut er vorrangig Lignin ab und trägt so wesentlich zum Nährstoffkreislauf im Waldökosystem bei. Der Pilz gilt als essbar, solange die Fruchtkörper noch jung und weich sind, hat jedoch keine besondere kulinarische Bedeutung. Verwechslungen sind möglich mit dem Laubholz-Harzporling, einer ähnlichen Art, die jedoch ausschließlich an Laubholz vorkommt. Der charakteristische Harzgeruch und das dunkle Exsudat frischer Exemplare sind gute Unterscheidungsmerkmale. Eine Gefährdung der Art ist derzeit nicht bekannt, da sie von der zunehmenden Totholzmenge in naturnahen Wäldern profitiert.