Laubholz-Harzporling (Ischnoderma resinosum)

Laubholz-Harzporling Vorkommen an totem Buchenholz

Name

Laubholz-Harzporling (Ischnoderma resinosum)

Familie

Polyporaceae

Merkmale

Der Laubholz-Harzporling bildet halbkreisförmige bis fächerartige, konsolenartige Fruchtkörper, die seitlich am Holz angewachsen sind. Die Oberfläche ist jung samtig-filzig und zeigt eine rotbraune bis dunkelbraune Färbung mit helleren, cremefarbenen bis weißlichen Randzonen. Im Alter wird die Oberfläche glatter und dunkler. Das Fleisch ist weißlich bis cremeweiß, saftig und kann bei Verletzung ein harziges Exsudat absondern, das namensgebend ist. Die Unterseite trägt eine feine Porenschicht mit kleinen, rundlichen Poren, die zunächst weißlich sind und sich mit zunehmendem Alter bräunen. Die Fruchtkörper können eine Breite von etwa 20 cm erreichen.

Standort und Verbreitung

Der Laubholz-Harzporling wächst bevorzugt an totem, liegendem oder stehendem Buchenholz in naturnahen Laubwäldern, seltener an anderen Laubbäumen wie Eiche oder Erle. Er bevorzugt feuchte, schattige Waldstandorte mit einem guten Angebot an starkem Totholz. Die Art ist in Mitteleuropa verbreitet, jedoch insgesamt selten anzutreffen. In Deutschland kommt sie unter anderem in Niedersachsen vor, so etwa im Deister. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von Herbst bis Winter, typischerweise von Oktober bis Dezember.

Besonderheiten

Der Laubholz-Harzporling ist in Deutschland gefährdet und in Roten Listen geführt, in Niedersachsen mit den Kategorien 1F und 3H. Als Saprobiont spielt er eine wichtige ökologische Rolle beim Abbau von Totholz und fördert damit die Biodiversität im Wald. Der Pilz gilt als nicht essbar. Verwechslungen sind mit dem Schwarzgebänderten Harzporling möglich, der jedoch vorwiegend an Nadelholz vorkommt. Der charakteristische harzige Geruch und das Exsudat junger Fruchtkörper helfen bei der Bestimmung.