Birken-Blätterporling (Lenzites betulina)

Den Birkenblättling findet man ganzjährig an Birken-Totholz

Name

Birken-Blätterporling (Lenzites betulina)

Familie

Polyporaceae

Merkmale

Der Birken-Blätterporling bildet fächerförmige bis muschelartige, seitlich am Substrat ansitzende Fruchtkörper. Die Oberseite ist meist graubraun bis ockerfarben, oft mit konzentrischen Zonen gezeichnet. Die Unterseite zeigt ein charakteristisches Merkmal: Statt typischer Poren besitzt der Pilz lamellenartige, blattförmige Schneiden, die ihm seinen deutschen Namen geben. Das Fleisch ist weißlich, zäh und lederartig. Die Fruchtkörper können mehrere Zentimeter breit werden und wachsen oft in dachziegelartig übereinander gestapelten Gruppen.

Standort und Verbreitung

Der Birken-Blätterporling wächst bevorzugt an abgestorbenem Birkenholz, also an Totholz, Stümpfen und liegenden Stämmen. Gelegentlich besiedelt er auch andere Laubbäume wie Eiche und Buche. Die Art ist in Europa weit verbreitet und in Mitteleuropa nicht selten. Sie bevorzugt feuchte Waldstandorte, Moore und Auwälder, wie der Fundort beim Rehburger Moor in Niedersachsen zeigt. Der Pilz ist ganzjährig zu finden, da die zähen Fruchtkörper über viele Monate erhalten bleiben. Erscheinungszeit: ganzjährig.

Besonderheiten

Der Birken-Blätterporling ist ein Saprobiont und erzeugt Weißfäule am befallenen Holz. Dabei werden Lignin und Zellulose abgebaut, was eine wichtige Rolle im Nährstoffkreislauf des Waldes spielt. Der Pilz gilt als ungenießbar aufgrund seines zähen, ledrigen Fleisches. Verwechslungen sind möglich mit anderen blättchenartigen Porlingen, die jedoch meist andere Substrate bevorzugen. Die Art ist ökologisch wertvoll, da sie zur Zersetzung von Totholz beiträgt und damit Lebensraum für zahlreiche weitere Organismen schafft.