Halskrausen-Erdstern (Geastrum triplex)
Name
Halskrausen-Erdstern (Geastrum triplex)
Familie
Geastraceae
Merkmale
Der Halskrausen-Erdstern gehört zu den auffälligsten Erdsternpilzen und ist die größte heimische Art dieser Gattung. Im reifen Zustand öffnet sich die äußere Hülle sternförmig in meist fünf bis acht zurückgebogene Strahlen, die den kugeligen, bräunlichen Sporenbehälter (Endoperidium) freilegen. Charakteristisch ist eine kragenartige Einschnürung – die titelgebende Halskrause – die sich zwischen den Strahlen und dem Sporenbehälter bildet, wenn die fleischige Mittelschicht der Außenhülle einreißt. Der Durchmesser des geöffneten Fruchtkörpers kann bis zu zehn Zentimeter betragen. Der Sporenbehälter besitzt eine zentrale Öffnung (Peristom), durch die die Sporen bei Erschütterung ausgestoßen werden.
Standort und Verbreitung
Geastrum triplex wächst bevorzugt in Laub- und Mischwäldern, häufig an Wegrändern, Böschungen und in der Laubstreu. Die Art bevorzugt kalkhaltige, nährstoffreiche Böden und ist in weiten Teilen Europas sowie in gemäßigten Zonen weltweit verbreitet. In Deutschland tritt sie zerstreut, aber regelmäßig auf. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von August bis November, wobei die Fruchtkörper auch nach dem Absterben noch lange erhalten bleiben und so ganzjährig gefunden werden können.
Besonderheiten
Der Halskrausen-Erdstern gilt als nicht essbar und ist als Speisepilz ungeeignet – weder Geschmack noch Konsistenz machen ihn kulinarisch interessant. Giftig ist er nach aktuellem Kenntnisstand jedoch nicht. Verwechslungen sind mit anderen Erdsternarten möglich, die jedoch meist kleiner sind und die typische Halskrause vermissen lassen. In einigen Regionen Deutschlands steht die Art auf der Vorwarnliste gefährdeter Pilzarten, da geeignete Waldstandorte mit kalkhaltigen Böden seltener werden. Trotz seiner unscheinbaren Funktion als Saprophyt leistet er einen wichtigen Beitrag zum Abbau organischen Materials im Waldboden.