Fransen-Erdstern (Geastrum fimbriatum)

Der Fransen-Erdstern wächst einzeln oder gesellig in der Bodenstreu

Name

Fransen-Erdstern (Geastrum fimbriatum)

Familie

Geastraceae

Merkmale

Der Fransen-Erdstern gehört zur Gruppe der Erdsterne und besitzt einen charakteristischen zweiteiligen Fruchtkörper. Im unreifen Zustand ist er zwiebelförmig und in der Erde eingebettet. Bei der Reife reißt die äußere Hülle sternförmig in mehrere zurückgebogene Lappen auf, die den kugeligen, graubraunen Sporenbehälter – die sogenannte Endoperidie – freilegen. Diese Lappen bleiben oft nach unten gebogen und heben den Sporenbehälter leicht vom Boden ab. Der Sporenbehälter öffnet sich an der Spitze durch ein fransig-zerfasertes Loch, das dem Pilz seinen deutschen Namen verleiht. Der Durchmesser des geöffneten Fruchtkörpers beträgt meist zwei bis fünf Zentimeter.

Standort und Verbreitung

Geastrum fimbriatum wächst in Laub- und Nadelwäldern, an Wegrändern sowie in Parkanlagen. Die Art stellt keine besonderen Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit und ist damit vergleichsweise anpassungsfähig. Die Fruchtkörper erscheinen einzeln oder gesellig in der Bodenstreu, häufig unter Laubbäumen wie Buchen und Eichen, aber auch unter Nadelbäumen. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und gilt als eine der häufigeren Erdsternarten. Die Erscheinungszeit liegt von September bis Oktober.

Besonderheiten

Der Fransen-Erdstern gilt als ungiftig, hat jedoch keinen kulinarischen Wert und wird nicht als Speisepilz genutzt. Verwechslungen sind mit anderen Erdsternarten möglich, etwa dem Halskrausen-Erdstern oder dem Kleinen Erdstern, die ähnliche Standorte besiedeln. Das charakteristische fransige Apikaloch unterscheidet Geastrum fimbriatum jedoch zuverlässig von vielen ähnlichen Arten. In einigen Regionen Deutschlands steht die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste, da geeignete Waldstandorte durch forstliche Eingriffe und Nährstoffeintrag zurückgehen. Als Saprobiont zersetzt der Pilz abgestorbenes organisches Material und übernimmt damit eine wichtige Rolle im Nährstoffkreislauf des Waldbodens.