Gebänderter Dauerporling (Coltricia perennis)

Gebänderter Dauerporling Fruchtkörper und Lebensräume

Name

Gebänderter Dauerporling (Coltricia perennis)

Familie

Hymenochaetaceae

Merkmale

Der Gebänderte Dauerporling bildet flache, trichterförmige bis kreisrunde Fruchtkörper mit einem zentralen Stiel. Der Hut erreicht einen Durchmesser von etwa 3 bis 8 cm und zeigt eine charakteristische konzentrische Zonierung in verschiedenen Brauntönen – von hell zimtfarben bis dunkelbraun. Die Oberfläche ist samtig bis filzig und trocken. Die Unterseite trägt eine feine, porige Röhrenschicht in graubrauner bis zimtfarbener Tönung. Der Stiel ist schlank, zylindrisch und ebenfalls braun gefärbt. Die Fruchtkörper sind zäh und ledrig in der Konsistenz, was ihre Langlebigkeit erklärt.

Standort und Verbreitung

Der Gebänderte Dauerporling wächst bevorzugt auf sandigen, nährstoffarmen und trockenen Böden, sowohl in Wäldern als auch auf offenen Flächen wie Heiden und Wegrändern. Er ist häufig in Kiefernwäldern und an deren Rändern anzutreffen, oft in Gesellschaft von Moos. Die Art kommt in Europa, Nordamerika und Teilen Asiens vor. In Deutschland ist sie verbreitet, jedoch regional rückläufig. Die Erscheinungszeit erstreckt sich von Juni bis Oktober. Die Fruchtkörper sind außergewöhnlich beständig und überdauern in der Regel den Winter, weshalb sie auch außerhalb der Hauptsaison noch zu finden sind.

Besonderheiten

Der Gebänderte Dauerporling ist nicht essbar – sein zähes, ledrig-korkiges Fleisch macht ihn für die Küche ungeeignet. Als Mykorrhizapilz geht er Symbiosen mit Kiefern und anderen Nadelbäumen ein und spielt damit eine wichtige ökologische Rolle im Waldökosystem. In Niedersachsen wird die Art auf der Roten Liste in der Kategorie 3H (gefährdet, mit historischen Nachweisen) geführt, was auf einen deutlichen Rückgang hindeutet. Als Verwechslungsart kommt der Samtporling in Betracht, der jedoch andere Standortansprüche hat. Der Fundort Schneeren am Nordrand des Toten Moores im September 2009 belegt das Vorkommen der Art in typischen, mageren Sandlandschaften Niedersachsens.