Helm-Knabenkraut (Orchis militaris)

Orchis militaris blüht von Mitte Mai bis Anfang Juni auf Trockenrasen

Name

Helm-Knabenkraut (Orchis militaris)

Familie

Orchidaceae

Merkmale

Das Helm-Knabenkraut erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 40 cm. Sein auffälligstes Merkmal ist die charakteristische Blütenform: Die äußeren und inneren Perigonblätter wölben sich zu einem helmartigen Gebilde zusammen, das an einen Soldatenhelm erinnert – daher der deutsche Name. Die Lippe ist dreilappig, hell bis rosa-weißlich gefärbt und mit purpurroten Punkten und Streifen gezeichnet. Der Blütenstand bildet eine dichte, ährenartige Traube. Im Vergleich zu anderen Knabenkräutern gilt diese Art als wenig variabel und ist daher gut erkennbar.

Standort und Verbreitung

Das Helm-Knabenkraut wächst bevorzugt auf Trockenrasen, Magerwiesen und lichten Kalkmagerrasen. Es bevorzugt basenreiche, gut durchlässige Böden in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet, von Westeuropa bis nach Zentralasien, in Deutschland jedoch regional selten und auf bestimmte Kalkgebiete beschränkt. Die Blütezeit erstreckt sich von Mitte Mai bis Anfang Juni.

Besonderheiten

Das Helm-Knabenkraut steht in Deutschland auf der Roten Liste und gilt als gefährdet, da seine Lebensräume durch Nutzungsaufgabe, Düngung und Verbuschung zunehmend schwinden. Wie alle heimischen Orchideen ist die Art streng geschützt. Sie betreibt Täuschungsbestäubung: Insekten werden angelockt, ohne dass die Blüte Nektar bietet. Verwechslungen sind am ehesten mit dem Purpur-Knabenkraut oder dem Affen-Knabenkraut möglich, doch die charakteristische Helmform und die vergleichsweise geringe Variabilität erleichtern die Bestimmung deutlich.