Tamarisken-Thujamoos (Thuidium tamariscinum)

Das Tamarisken-Thujamoos wächst in feuchten, schattigen Wäldern

Name

Tamarisken-Thujamoos (Thuidium tamariscinum)

Familie

Thuidiaceae

Merkmale

Das Tamarisken-Thujamoos bildet dichte, ausgedehnte Rasen in sattem Grün bis gelblichem Grün. Charakteristisch ist der dreifach gefiederte Aufbau der Stängel, der dem Moos ein fein gefiedertes, fast farnartiges Aussehen verleiht – daher auch der Vergleich mit der Tamariske im deutschen Namen. Die Stängel sind regelmäßig und symmetrisch verzweigt, die einzelnen Blättchen klein und papillös, also mit kleinen Warzen besetzt. Im Vergleich zum ähnlichen Etagenmoos sind die Stängel grünlich bis bräunlich, nicht rötlich, und die Zweige wirken matt statt glänzend.

Standort und Verbreitung

Das Tamarisken-Thujamoos wächst bevorzugt in feuchten, schattigen Laub- und Mischwäldern sowie in Schluchtwäldern und an Bachufern. Es besiedelt kalkfreie, humusreiche Böden und meidet trockene oder stark besonnte Standorte. Die Art kommt in Europa weit verbreitet vor, von den Tieflagen bis in Höhen von etwa 2000 Metern. In Deutschland ist sie in feuchten Waldgebieten vielerorts anzutreffen. Als immergrünes Moos ist es das ganze Jahr über zu beobachten, besonders auffällig jedoch in den feuchten Monaten von Herbst bis Frühjahr.

Besonderheiten

Unter günstigen Bedingungen kann das Tamarisken-Thujamoos flächige, großflächige Bestände auf dem Waldboden bilden und trägt so wesentlich zur Bodenfeuchte und zum Nährstoffkreislauf im Ökosystem bei. Es gilt als Zeigerart für feuchte, nährstoffarme und kalkfreie Standorte und ist damit ein wertvoller Indikator für den ökologischen Zustand eines Waldstandorts. Eine häufige Verwechslungsart ist das Etagenmoos, das sich durch rötliche Stängel und glänzende Zweige deutlich unterscheidet. Das Tamarisken-Thujamoos gilt in Mitteleuropa als nicht gefährdet und ist in geeigneten Lebensräumen häufig anzutreffen.